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Pressemitteilung · 1. Juli 2026

Naturschützer begrüßen Drohnenshow beim Johannisfest

Statt Höhenfeuerwerk steigen beim Johannisfest Drohnen auf. Für Vögel und Wildtiere vor allem in der Brutzeit ist das ein spürbarer Unterschied.

Eine einzelne Drohne schwebt vor einem orange-rosa gefärbten Abendhimmel.

Foto: Pok Rie / Pexels

Eine einzelne Drohne im Flug vor einem roten Abendhimmel. (Symbolbild)

Mainz, den 1. Juli 2026

„Wir danken OB Nino Haase und Umweltdezernentin Janina Steinkrüger ausdrücklich dafür, dass sie standhaft geblieben sind und eine Drohnenshow statt eines Feuerwerks beim Johannisfest befürwortet haben“, sagt Jürgen Weidmann, Vorsitzender des Arbeitskreises Umwelt Mombach.

„Die dem Rheinufer vorgelagerte Insel Petersaue und große Teile der Wasserfläche sind internationales Vogelschutzgebiet. In unmittelbarer Nähe liegt auch das Landschaftsschutzgebiet Maaraue. Es ist wie Vogelexperten festgestellt haben Lebensraum von mehr als 70 Vogelarten. Die Mainzer Neustadt ist Schwerpunkt sogenannter Gebäudebrüter; in Fassaden und Dachtraufen leben z. B. Sperlinge, Hausrotschwänze und Fledermäuse. Auch viele andere Grünstrukturen im städtischen Raum sind besiedelt und die Zugvögel kehren gerade erst zurück“, ergänzt Sonja Gärtner, Umweltexpertin und Mitglied im Vorstand der Sylvia und Hubert Schneider-Gedenkstiftung für Natur- und Tierschutz.

Die vom Schauerstellerverband angeführten Argumente tragen aus Sicht der Tier- und Naturschützer nicht. So ist der Verweis auf die Haustiere der Schauersteller irreführend. Diese Tiere sind ständig in der Nähe von lauten Festen und im Vergleich zu einem normalen Haustier auch oft mit Feuerwerken konfrontiert. Hier mag eine gewisse Gewöhnung eintreten. Eine ähnliche Gewöhnung kann man bei einem Haustier in der Mainzer Innenstadt oder bei einem Wildtier aber nicht erwarten. Diese Tiere sind nur ein- oder zweimal pro Jahr von entsprechenden Ereignissen betroffen und leiden deshalb umso mehr.

Die vom Schauerstellerverband angeführten Argumente tragen aus Sicht der Tier- und Naturschützer nicht. So ist der Verweis auf die Haustiere der Schauersteller irreführend. Diese Tiere sind ständig in der Nähe von lauten Festen und im Vergleich zu einem normalen Haustier auch oft mit Feuerwerken konfrontiert. Hier mag eine gewisse Gewöhnung eintreten. Eine ähnliche Gewöhnung kann man bei einem Haustier in der Mainzer Innenstadt oder bei einem Wildtier aber nicht erwarten. Diese Tiere sind nur ein- oder zweimal pro Jahr von entsprechenden Ereignissen betroffen und leiden deshalb umso mehr.

Uli Walter, stellvertretender Vorsitzender der Stiftung Störche und Sand – Mainzer Naturschätze erklärt: „Es ist nicht nachvollziehbar, dass Feuerwerke in der Brutzeit und der Nähe zu Schutzgebieten abgehalten werden. Als Stiftung für Naturschutz freuen wir uns, dass dieser überholte Brauch Stück für Stück reduziert wird. Eine weitere, verbesserte Drohnenshow scheint uns hier der angebrachtere Weg.“

Über den Arbeitskreis Umwelt Mombach e. V.

Der Arbeitskreis Umwelt Mombach e.V. engagiert sich seit 30 Jahren für Natur und Umwelt in Mainz und Umgebung. Aktuelle Schwerpunkte seiner Arbeit sind der europaweit einzigartige Mainzer Sand, die Storchenwiesen in Mombach und Budenheim sowie der Schutz der Gebäudebrüter in Mombach.

Weitere Informationen: akumwelt.de

Über die Stiftung Störche und Sand – Mainzer Naturschätze

Die Stiftung Störche und Sand – Mainzer Naturschätze wurde vom Arbeitskreis Umwelt Mombach e.V. gegründet, um dessen langjährige Naturschutzarbeit nachhaltig zu sichern. Sie setzt sich für langfristigen Natur- und Umweltschutz ein. Ihre Ziele umfassen: die Förderung von Landschaftspflege, Natur-, Tier- und Umweltschutz in Mainz und Rheinhessen, die Durchführung und Förderung lokaler Naturschutzinitiativen, die Unterstützung des Arbeitskreises Umwelt Mombach e.V. und weiterer Gruppen und Vereine im Natur- und Artenschutz.

Weitere Informationen: stoerche-und-sand.de

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