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Naturschutz-Hotspot: Pumpstation

Die Pumpstation im Mombacher Unterfeld bietet Fledermäusen, Insekten und mehreren Vogelarten eine Heimat. Auf der neuen geschaffenen Biotopfläche blühen viele Pflanzen und bieten Nahrung für Wildbienen und andere Arten. Ein Infopunkt zeigt was dort geschieht.

Backsteinhaus, davor ein Insektenhotel

Foto: Felix Gillenberger

Ansicht der Pumpstation am Tag der Vorstellung des Naturschutzprojektes

Mit einer Förderung von 2.000 Euro hat die Stiftung maßgeblich dazu beigetragen, dass der Arbeitskreis Umwelt Mombach e. V. gemeinsam mit der Stadt Mainz und dem Wirtschaftsbetrieb der Stadt Mainz die Pumpstation im Mombacher Unterfeld in ein lebendiges Naturschutzgebiet verwandeln konnte. Dieses Projekt unterstreicht das Engagement der Stiftung für den Erhalt bedrohter Arten und Lebensräume in der Region.

Ein insektenhotel mit einem Dach und einer Vielzahl von unterschiedlich gefüllten FächernFoto: Jürgen Weidmann
Insektenhotel mit verschiedenen Nistmaterialien

Warum dieses Projekt Unterstützung verdient hat

Das Mombacher Unterfeld ist ein wertvoller Lebensraum für Fledermäuse, seltene Vogelarten und Insekten. Doch durch Sanierungsmaßnahmen und moderne Bauweisen gehen immer mehr natürliche Brut und Rückzugsorte verloren. Die Pumpstation, von den Einheimischen liebevoll „Wassermaschine“ genannt, bot hier eine einzigartige Chance: Ein ungenutzter Kellerraum mit idealen Bedingungen für Fledermäuse sowie die umliegende Ausgleichsfläche konnten zu einem Naturschutz Hotspot entwickelt werden.

Die Stiftung sah in diesem Vorhaben die Möglichkeit, einen konkreten Beitrag zum Artenschutz zu leisten. Fledermäuse, Mauersegler, Mehlschwalben und Sperlinge finden hier nun sichere Unterkünfte, während Wildbienen und andere Insekten im neu errichteten Insektenhotel ein Zuhause erhalten. Gleichzeitig wurde die Fläche von Müll und überwuchernden Brombeerhecken befreit, um Platz für seltene Pflanzen wie Schlüsselblumen, Flockenblumen und sogar Orchideen zu schaffen.

Haus mit NisthilfenFoto: Dagmar Lehwalter
Pumpstation im Mombacher Unterfeld mit Nisthilfen

Was mit dem Projekt erreicht wurde

Dank der Spende der Sylvia und Hubert Schneider Gedenkstiftung konnten folgende Maßnahmen umgesetzt werden:

  • Fledermauskeller: Der Wirtschaftsbetrieb der Stadt Mainz und der Arbeitskreis Umwelt Mombach haben den ungenutzten Keller der Pumpstation zu einem Winter- und Sommerquartier für Fledermäuse umgebaut. Eine neue Tür mit Einflugöffnung ermöglicht den Tieren den Zugang. Im Inneren wurden zusätzliche Verstecke geschaffen, um den anspruchsvollen Bedürfnissen der Fledermäuse gerecht zu werden.
  • Nisthilfen für Vögel: Unter der Dachtraufe des Gebäudes wurden Nisthilfen für Mauersegler, Mehlschwalben, Sperlinge und weitere Fledermausquartiere angebracht. Diese Arten verlieren durch moderne Sanierungen immer mehr Brutplätze. Hier finden sie nun sichere Alternativen.
  • Insektenhotel: Auf der Ausgleichsfläche entstand ein Insektenhotel, das Wildbienen und anderen Bestäubern Lebensraum bietet. Wildbienen sind unverzichtbar für die Bestäubung von Pflanzen und oft auf bestimmte Arten spezialisiert. Ohne sie könnten sich viele Pflanzen nicht fortpflanzen.
  • Infopunkt: Eine informative Tafel klärt Besucher über das Projekt, die Geschichte der Pumpstation und das Storchenprojekt im Mombacher und Budenheimer Unterfeld auf. Wissen schafft Bewusstsein und fördert den Schutz unserer Natur.
  • Gestaltung der Ausgleichsfläche: Die ehemalige Brache wurde von Müll befreit und mit heimischen Blühpflanzen bepflanzt. Heute ist sie ein Blütenmeer, das Insekten und Vögeln Nahrung und Lebensraum bietet

Impressionen vom Tag der öffentlichen Vorstellung

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